3D Drucken mit PLA

Allgemeine Materialinformationen

PLA zählt zu den biokompatiblen Polyestern und steht für Polyactide oder auch Polymilchsäure. Hergestellt wird das PLA dabei häufig aus MAisstärke oder anderen stärkehaltigen Gundsubstanzen. PLA ist das am häufigsten eingesetzte Material im FLM-Druck, da es mit seinem niedrigen Schmelzpunkt (160 bis 190 °C) unproblematisch verarbeitet werden kann. Es zeichnet sich zudem mit einer hohen Oberflächenhärte aus, ist allerdings auch spröder. Besonders Interessant ist dieses MAterial, da bestimmte Arten PLA vollständig biologisch abbaubar sind und somit eine alternative zu den herkömmlichen Kunststoffen darstellt.

 

Specs

Bei den folgenden Daten handelt es sich um die technischen Eigenschaften des Rohmaterials. Die Spezifikationen gedruckter Bauteile können (z.B. auf Grund der Schichthaftung) abweichen.

Dichte: 1,15 g/cm³

E-Modul: 3500 MPa

Kugeldruckhärte: 165 MPa

Glasübergangstemperatur: 45 bis 65 °C

Verarbeitungs-/Drucktemperatur: 190 bis 220 °C

 

Verarbeitung im 3D-Drucker

PLA stellt bei der Vearbeitung im 3D Drucker keine große Herausforderung dar. Das Material verfügt über sehr gute Fließeigenschaften und kann problemslos von jedem Drucker verarbeitet werden. Selbst Drucker ohne Heizbett sind in der Lage, dieses Material zu drucken.

Allerdings sollte bei sehr flächigen 3D Modellen darauf geachtet werden, das eine ausreichende Bodenhaftung vorhanden ist. Dabei können sowohl die Klassiker Bluetape oder Klebestift, aber auch die neueren Dauerdruckplatten verwendet werden. Sollte allerdings ein Heatbed vorhanden sein, bietet sich eine Temperatur von 60°C für ein optimales Druckergebnis an.

PLA kann zudem auch mit hoher Duckgeschwindigkeit verarbeitet werden, da die gedruckten Schichten sehr gut anhaften. Zusätzlich kann noch ein lüfter verwendet werden, welcher auf das Bauteil zeigt um das Druckergebnis zusätzlich zu verbessern.

Eine nachbehandlung der Oberfläche, wie zum Beispiel bei ABS mit dem Acetondampf, ist zur Zeit noch in der Erprobungsphase und es gibt schon erste Anbieter für Finishing Konzepte.

Sollte PLA  nicht trocken gelagert werden, neigt es dazu nach einiger Zeit am Düsenaustritt Blasen zu werfen. Dieses Phänomen liegt darin begründet, dass das Material Wasser aufnimmt, welches in der heissen Düse verdunstet. Sollte dieser Effekt häufiger auftreten kann man das Filament im Backofen für 2 Stunden bei 60°C trocknen lassen

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