3D Drucken mit ABS

Allgemeine Materialinformationen

Bei ABS handelt es sich Acrylnitril-Butadien-Styrol zählt zu den amorphen Thermoplasten und eigenet sich besonders gut für den Spritzguss. Daher dominiert dieser Werkstoff bei der Herstellung von Gehäuse- und Kunststoffteilen für Konsumerprodukte. Auch die Automobilindustrie verwendet häufig ABS zur Herstellung der Innenaustattung.

 

Specs

Bei den folgenden Daten handelt es sich um die technischen Eigenschaften des Rohmaterials. Die Spezifikationen gedruckter Bauteile können (z.B. auf Grund der Schichthaftung) abweichen.

Dichte: 1,04 - 1,12 g/cm³

E-Modul: 1900-2700 MPa

Kugeldruckhärte: 165 MPa

Glasübergangstemperatur: 106 bis 142 °C

Verarbeitungs-/Drucktemperatur: 230 bis 260 °C

 

Verarbeitung im 3D-Drucker

ABS ist im Gegensatz zu PLA ein deutlich komplizierter zu verarbeitender Werkstoff. Bei der Verarbeitung mit einem 3D-Drucker müssen viele Kleinigkeiten beachtet werden, um gute Ergebnisse zu erzielen.

Ein deutlicher Nachteil des ABSs ist, das dieses Material nur in FLM-Druckern verarbeitet werden sollte, welche über einen geschlossenen Bauraum verfügen, da das Material zu extremen Warping o.a. Curling neigt.

Der geringste Windzug kann dazu führen, dass sich die unterste Schicht des Modells von der Druckplattform löst und der Druck nicht gelingt. Zudem erzeugt der Schrumpf des ABS beim ABkühlen solch eine große Eigenspannung, dass selbst Schichten untereinander nicht halten und aufreißen.

Ein Heatbed für die Verwendung von ABS ist zwingend notwendig, um das auftretende Warping so gut wie möglich zu verhindern. Dabei sollte das Heatbed eine Temperatur von 100°C, besser noch 110°C, aufweisen.

Daher ist die verwendung von ABS mit einem gewöhnlichen Drucker sehr Schwierig. Um des Einfluss des Warpings zusätzlich zzu verringern, sollte zudem der Lüfter am Hotend so weit wie möglich runtergedrosselt und die Druckgeschwindigkeit erheblich minimiert werden.

Das Filament zieht ebenfalls bei falscher Lagerung Feuchtigkeit aus der Luft und sollte immer eingepackt und unter Verwendung von Silicatkissen gelagert werden, da der Druckprozess sonst gefährdet ist. "Feuchtes" Filament neigt dazu in der Düse blasen zu werfen, was durch ein "Spuck-Geräusch" festgestellt werden kann. In diesem Fall kann das Filament aber bei 60°C für 2 Stunden im Backofen getrocknet werden. 

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